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    Von Hubert Döring | 28.April 2010

    Weil einige Türken mit deutschem Pass wohl tatsächlich in Deutschland wählen gehen, ihr Kreuzchen aber eher im Bereich Rot/Grün setzen, fühlte sich Niedersachsens Ministerpräsident Wulff scheinbar genötigt, die CDU für Türken mit deutschem Pass attraktiver erscheinen zu lassen.

    Er zauberte Aygül Özkan, eine bekennende Muslimin, aus seinem Hut und installierte sie als Sozialministerin in seinem Bundesland.

    In den Medien wurde in den vergangenen Tagen viel über die Vorbildfunktion Özkans für andere Migranten berichtet. Manches Mal wurde der Umstand ihrer Benennung so gefeiert, dass man denken konnte, ein muselmanischer Hintergrund sei ein herausragendes Qualifikationsmerkmal für einen Ministerposten in einer Landesregierung.

    Das erinnerte mich ein wenig an das Bejubeln Barack Obamas als ersten schwarzen US Präsidenten. Bei dem kommt man auch immer mehr zu dem Schluss, dass die Zugehörigkeit zu einer Minderheit keine Garantie für eine erfolgreiche Amtsführung ist

    Christ(!)ian Wulff kann vermutlich genau erklären, wie man als Christ und Moslem gleichzeitig lebt.

    Vielleicht geht er auch einfach davon aus, dass die Bedeutung des „C“ seinen Stammwählern nicht mehr geläufig ist.

    Vielleicht stimmt auch eine Vermutung die ich schon länger habe: seit der letzten Rechtschreibreform steht das „C“ in CDU für "Communistisch".

    Hier ein schöner Fund aus dem Internet - passend zur Vereidigung Özkans:

    .

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    Landärzte

    Von Hubert Döring | 13.April 2010

    In der vergangenen Woche gab es eine Diskussion über den Mangel an Landärzten in Deutschland. Ausgelöst wurde die Diskussion durch ein Interview des Bundesgesundheitsministers Rösler in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 4.4..

    Als Strategie zur Beseitigung des Mangels fordert Rösler u.A. einen Wegfall des Numerus Clausus für Medizinstudenten. Weiter wünscht er sich ein Auswahlverfahren, welches noch mehr als bisher die Neigung des Studienplatzbewerbers zum Arztberuf berücksichtigt. Diese Idee finde ich nicht schlecht. Ich kenne sehr viele Ärzte und gerade bei denen aus meiner Generation habe ich oft den Eindruck, sie hätten ihren Beruf nicht aus Neigung, sondern vor allem wegen des früher damit verbundenen Prestiges gewählt.

    Ich fand das Thema ganz interessant und habe versucht, mich mal in die Sache zu vertiefen.

    Bei der Bundesärztekammer findet man die Information, dass etwa 3.600 Landärzte in Deutschland fehlen.

    Im Migrationsbericht 2008 (Seite 177) des Innenministeriums fand ich, ebenfalls mit der Bundesärztekammer als Quellenangabe, die Information, dass in den Jahren 2001 bis 2008 die Abwanderung von über 18.000 Ärzten aus Deutschland registriert wurde.

    Die Zahl der abwandernden Ärzte erhöht sich kontinuierlich. Allein im Jahr 2008 waren es 3.065. Neuere Zahlen für das Jahr 2009 konnte ich leider nirgends finden.

    Die Hauptzielgebiete sind, in der Reihenfolge, die Schweiz, Österreich und die USA.

    Sollte sich der Gesundheitsminister nicht auch mal die Frage stellen, wie man die Abwanderung stoppt?

    Ausgebildet werden in Deutschland genügend Ärzte. Röslers nun gemachte Vorschläge führen womöglich nur dazu, dass wir, noch mehr als bisher, die Ärzteausbildung für andere Länder übernehmen.

    Was treibt die Ärzte wirklich aus unserem Land?

    Wie ich dem Migrationsbericht des Innenministeriums entnehmen konnte, sind Ärzte nur Teil eines wesentlich größeren Problems.

    Man kann dem Bericht entnehmen, dass seit einigen Jahren ein Bevölkerungsaustausch in unserem Land stattfindet. Seit den 90er Jahren verlassen jährlich immer mehr hochqualifizierte Deutsche unser Land und werden ersetzt durch weitgehend ungebildete Einwanderer.

    2008 verließen insgesamt rund 175.000 Deutsche Deutschland, so viele wie seit 1954 nicht mehr.

    Unter Berücksichtigung der Rückkehrer nach Deutschland erhöhte sich die Nettoabwanderung von Deutschen aus Deutschland in den vergangenen Jahren so:

    2000: - 2.186

    2001: - 5.033

    2002: - 12.057

    2003: - 21.776

    2004: - 22.489

    2005: - 47.543

    2006: - 59.019

    2007: - 60.568

    2008: - 70.378

    Nun mag das auf den ersten Blick als ein in Bezug auf die Gesamtbevölkerung geringer Verlust erscheinen. 175.000 abwandernde Deutsche sind nicht mehr als 0,2 % der Gesamtbevölkerung. Aber wie viel Prozent der Führungskräfte sind es?

    Als Vergleichszahl kann die Anzahl der Medizinstudenten gelten, die im Jahr 2007 ihr Studium erfolgreich abschlossen. Laut Ärztekammer waren das 9.574.

    3065 Abwanderer im Jahr 2008 sind rund 1/3 der Absolventen!

    Wie kann man den Verlust kompensieren?

    Seit 2002 versuchen unsere Regierungen hochqualifizierte Ausländer nach Deutschland zu holen. Mit Schröders „Green Card“ fing es an. Alle bisherigen Maßnahmen zeigen aber keinen wirklichen Erfolg.

    Dem Migrationsbericht ist zu entnehmen, dass im Jahr 2008 nur 3.906 sogenannte „Computerinder“ den Weg in unser Land fanden.

    Darüber hinaus gab es die Einwanderung von weiteren 2.710 Personen mit bei uns anerkannten akademischen Berufen.

    Die Gesamtzahl aller Einwanderer die man, aufgrund ihrer anerkannten beruflichen Qualifikation, als zukünftige Leistungsträger einordnen kann, betrug im Jahr 2008 also 6.616 Personen.

    Insgesamt wanderten im Jahr 2008 laut Migrationsbericht 573.815 Ausländer ein. Demnach beträgt der Anteil möglicher echter Leistungsträger an den eingewanderten Ausländern gerade einmal 1,15 %. Von was leben die anderen 98,85%?

    Insgesamt sind die Einwandererzahlen seit einigen Jahren rückläufig. Im Jahr 2008 erhöhte sich die Zahl der Ausländer in Deutschland um insgesamt nur 10.685.

    Durch den vermehrten Wegzug von Deutschen gab es im Jahr 2008 erstmals einen Rückgang der Gesamtbevölkerung durch Abwanderung um 55.743 Personen.

    Deutschland wird nicht nur für Deutsche, sondern auch für hochqualifizierte Einwanderer immer unattraktiver.

    Der massenhafte Zuzug zu uns ist offenbar nur noch für Leute interessant, die nicht zu den Leistungsträgern sondern zu den Leistungsempfängern zählen. Woran liegt das?

    Ich möchte hier keine Ausländerhetze betreiben - ich möchte einfach ein offensichtliches Problem beschreiben.

    Die Lösung eines Problems erfordert als ersten Schritt seine klare Benennung und Beschreibung.

    Ein Problem welches gar nicht erst benannt wird, kann auch nicht gelöst werden.

    Ich mache mir Gedanken um die Existenzfähigkeit Deutschlands. Die fehlende Lebensfähigkeit meines Landes ist schließlich auch mein ganz persönliches Problem.

    Röslers Interview gab mir mal wieder einen Anstoß dazu.

    Vielleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit: der Wegzug von Leistungsträgern erinnert mich an die Probleme der DDR, am Ende der 50er Jahre. Auch dort gingen die Leistungsträger aus dem Land, was im August 1961 zum Bau der Mauer führte. Wir nennen das im Rückblick die „Abstimmung mit den Füßen“.

    Der Verdacht liegt nahe, dass wir hier in der Bundesrepublik in den letzten Jahren einfach schon zuviel DDR wurden.

    Es ist ein Erfahrungswert, dass Menschen nur dann bereit sind eine Leistung zu erbringen, wenn der Großteil des Ertrages aus der Leistung bei ihnen selbst verbleibt.

    Wie geht es weiter?

    Verbleibt demnächst auch in der Bundesrepublik, wie einst namengebend in der DDR, nur noch „Der Doofe Rest“?

    Fordert bald wieder jemand eine Mauer?

    PS:

    Das Problem Abwanderung von Leistungsträgern ist unseren Regierenden bekannt. Die oben angegebenen Zahlen entstammen schließlich dem Migrationsbericht 2008 des Innenministeriums. Die Sache wird aber nicht öffentlich diskutiert.

    Ich empfehle jedem sich selbst ein Bild zu machen. Die Zahlenwerke sind frei zugänglich und jeder kann sie für seine persönliche Situation auslegen. Hier schon mal einige Verweise:

    Zum Migrationsbericht 2008 hier klicken.

    Zum Interview Rösler/FAS hier klicken.

    Zur Bundesärztekammer hier klicken.

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    Sprachkultur

    Von Hubert Döring | 21.Januar 2010

    Unsere Sprache ist sicher der größte Teil dessen, was unsere Identität ausmacht. Wir Deutschen tragen die Sprache als Identitätsmerkmal ja schon im Namen.

    Den derzeitigen Stand der deutschen Sprachkultur erkennt man sehr gut in den Familienseiten der Anzeigenblättchen, die an jedem Wochenende unaufgefordert im Briefkasten zu finden sind.

    Manche Inserenten versuchen sich in Poesie, um ihre Angehörigen zu deren Ehrentagen zu beglücken.

    In der Rubrik gesucht/gefunden liest man von zwischenmenschlichem – manches Mal in höchster sprachlicher Vollendung.

    Eine besondere Blüte konnte ich dem „Extra-Tipp am Sonntag“ vom 17.1.10 entnehmen.

    Eine ganze Geschichte tut sich auf: wie wird das Gespräch verlaufen, wenn die Zwei sich wirklich treffen? Welche Worte werden gewählt?

    Funktioniert die Verständigung? Wie lief die Unterhaltung beim ersten Treffen?

    Ist die Anzeige vielleicht ein Beleg für die Qualität der Anzeigenredaktion?

    Erkannte der Mitarbeiter der Zeitung den Spaßfaktor nicht – oder hat er absichtlich nichts korrigiert, damit viele Leser ihre Freude haben?

    Hat sich ein Nachhilfelehrer unter der angegebenen Rufnummer gemeldet und Hilfe angeboten?

    Viele Fragen, viel Stoff für Geschichten, jeder kann sich eine ausdenken…

    PS: mir fällt gerade ein, dass ich jetzt bestimmt wieder e-post bekomme, die mich auf meine eigenen Fehler hinweist….

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    Schlechtes Klima in Kopenhagen!

    Von Hubert Döring | 21.Dezember 2009

    Die Klimakonferenz ist zu Ende. Die Ergebnisse sind dürftig.

    Beschlossen wurde, dass die Welt sich um nicht mehr als zwei Grad aufheizen darf.

    Das kann man beschließen?

    Die Erde hat sich in den letzten zehn Jahren nicht mehr weiter erwärmt. Wissenschaftler suchen dafür eine Erklärung: ist das vielleicht schon die beginnende Eiszeit? Liegt es an kalten Meeresströmungen?

    Die Wissenschaft schuldet Antworten auf Fragen und bedient uns mit Vermutungen.

    Ich habe meine Zweifel an der ganzen Klimadiskussion. Zu oft habe ich in meinem Leben schon von „sicher“ kommenden Katastrophen gehört.

    Was habe ich nicht alles überlebt: kommende atomare Verwüstungen, wahlweise durch defekte Atomkraftwerke oder die A- Bomben kalter Krieger. Sauren Regen und Waldsterben. Gen Futter und Rinderwahnsinn. Diverse Grippen, vom Schwein, von Vögeln, aus China.

    Der Mensch hat wohl immer Endzeitszenarien im Kopf. Vielleicht liegen sie im Unterbewusstsein und werden Teil dessen was wir „Denken“ und Handeln nennen, indem sie sich an zeitlich aktuelle Erkenntnisse oder Entwicklungen knüpfen.

    Goethe fürchtete, „die Apokalypse stände bevor“ und fürchteten nicht unsere Urväter, der Himmel könnte ihnen auf den Kopf fallen?

    Jede Menschengeneration scheint die Dinge für ihre Endzeitvisionen zu nutzen, die für sie vorstellbar sind.

    Irgendwann wurde durch wissenschaftliche Erkenntnis die Möglichkeit ausgeschlossen, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Durch Änderung der weltpolitischen Lage wurde unser frühzeitiger Tod durch Atomraketen, zumindest vorläufig, zurückgestellt.

    Dinge ändern sich, es gibt neue Erkenntnisse, es werden neue Felder für Endzeitszenarien gesucht. Seit jeher.

    Durch die rasante Entwicklung unseres Wissens werden Endzeitvisionen auch immer schneller entkräftet – und umso schneller gibt es wohl neue.

    Vielleicht sind diese Vorstellungen ja Teil einer Gehirnfunktion, die uns zu Vorsicht, Achtsamkeit und Vorratshaltung anhält.

    Die Verwüstung unseres Lebensraumes durch Erhitzung – jüngstes Gerücht statt jüngstes Gericht?

    Mit unseren Wissenschaftler, unseren Klimaforschern, kann man Nachsicht üben. Sie haben die gleichen Ängste, verfügen über die gleichen Denkmuster wie alle anderen Menschen. Man muss ihnen ihre Ängste zugestehen.

    Wenn heute Diskussionen entstehen, ob nun schon eine Eiszeit kommt oder nur kalte Meeresströmungen die fortschreitende Erderwärmung verzögern, dann deutet das auf Zweifel.

    Ich kann es verstehen wenn jemand, trotz beginnender Zweifel, zunächst weiter nach Bestätigungen für das sucht, was er jahrelang gepredigt hat.

    Zweifel nagt aber und führt, vielleicht bald, zu einer komplett neuen Sicht des Themas!

    Zurück nach Kopenhagen: ohne tatsächliches Wissen „zu guten Ergebnissen kommen“, sich selbst geradezu göttliche Kompetenzen in Bezug auf die Beherrschung des Weltklimas einräumen – es müssen Politiker und keine Wissenschaftler gewesen sein, die in Kopenhagen „Beschlüsse“ fassten!

    Wie verhalten die sich wohl - nach dem Erhalt neuer Erkenntnisse?

    .

    Verweise:

    Man beachte die Wortwahl zum Thema Erderwärmung: Nichts ist sicher - Vieles möglich!

    Unerwartete Hilfe für den Golfstrom oder: regelt sich nicht immer Alles von selbst?

    Bahnt sich hier die nächste „Katastrophe“ an?

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    Sarrazin

    Von Hubert Döring | 14.Oktober 2009

    Seit Tagen beherrscht Thilo Sarrazin die Schlagzeilen in Deutschland. Gestern erreichte die Diskussion um angeblich ausländerfeindliche Äußerungen des früheren Berliner Finanzsenators einen neuen Höhepunkt: er wurde von seinem Arbeitgeber, der Bundesbank, in seinen Kompetenzen beschnitten!

    Was genau die Begründung für diese Maßnahme seines Arbeitgebers ist, konnte ich noch nicht erfahren. Vielleicht geht es ja um Dinge, welche seinen beruflichen Bereich betreffen.

    In der öffentlichen Diskussion werden als Grund für die Maßnahme immer Sarrazins Meinungsäußerung über türkische und arabische Migranten in Berlin genannt, die kürzlich in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde.

    Sachlich widerlegt wird Sarrazin nicht. Angekreidet wird ihm, ein vorhandenes Problem überhaupt zu benennen!

    Kann man noch uneingeschränkt von herrschender Demokratie und Meinungsfreiheit in Deutschland sprechen, wenn eine sachlich nicht zu widerlegende Äußerung zu Abstrafungen durch einen staatlichen Arbeitgeber führt?

    Was geht in den Köpfen von Menschen vor, die so etwas sogar noch begrüßen?

    Darf man Meinung – schlimmer noch: Wissen – nur dann verbreiten, wenn es den Hütern der öffentlichen Meinung passt?

    Meinungsfreiheit ist bekanntlich immer die Freiheit des Andersdenkenden!

    Ich habe allgemein so meine Schwierigkeiten mit in Deutschland (oder nur den Medien?) vorherrschenden Meinungen. Der bei uns mit Muselmanen praktizierte Umgang stört mich aber ganz besonders:

    Kopftuchpflicht, Schwimmverbot, Zwangsheirat, die Rechte der Frauen ganz allgemein, die Verbindung von Mord und Ehre, Schlachtmethoden die nicht in Einklang stehen mit dem deutschen Begriff von Tierschutz. Man kann noch vieles aufzählen, bis hin zu den islamischen Terrorbombern.

    Jede einzelne Auswirkung des Islam wird in Deutschland kritisiert – insgesamt soll der Islam aber nicht nur toleriert, sondern sogar noch gestützt werden?

    Das hat ja schon etwas Schizophrenes!

    Im Übrigen ging es bei Sarrazins Interviewaussagen meist nicht um Meinung, sondern um Fakten.

    Ein Kind mehr zu bekommen für eine größere Wohnung? Wer bestreitet, dass es das gibt?

    60 % der islamischen Migranten die überhaupt arbeiten, tun es in Stellen für Geringqualifizierte.

    Oft leben die genannten Personen von Transferleistungen des deutschen Staates. Bei der Anzahl der Leistungsempfänger, mehr als 40% der Angesprochenen, muss man das auch so klar und pauschal sagen!

    Auch die Bildungsdefizite und die höhere kriminelle Energie sind bekannt!

    Soll das so bleiben?

    Man löst ein Problem nicht dadurch, dass man es verschweigt!

    PS:

    ich möchte den Islam nicht bewerten. Ist er gut? Ist er schlecht? Eine Aussage über einen Glauben zu treffen ist prinzipiell schwierig. Was ist war? Was ist falsch?

    Die Entstehung eines jeden Glaubens aus einer bestimmten Kultur heraus ist meist nachvollzieh- und begründbar. Ein jeder Glaube also gleich „wahr“.

    Alles hat seinen Platz.

    Ich fälle ein Urteil darüber, ob die Lebensgewohnheiten von moslemischen Migranten mit der in Deutschland herrschenden Gesetzgebung, der allgemeinen Lebensart und der Mehrheitsmeinung kompatibel ist. Dies ist absolut nicht der Fall.

    Sarrazins Verdienst ist es, eine Diskussion darüber massiv angestoßen zu haben!

    Lösungen?

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    Wahlkampf

    Von Hubert Döring | 21.September 2009

    Er ist entflammt, glüht, glimmt oder kokelt nur: der Wahlkampf.

    Straßenkampf ist im Wahlkampf der um die besten Plätze für Plakate.

    Ein ganz großer Wurf ist dabei der „Linken“ gelungen.

    In meiner beschaulichen Heimatgemeinde hat die „Linke“ die exponiertesten Stellen am Markt in der Ortsmitte erobert.

    Auf dem vor allem am Marktag stark besuchten Platz hat die SED Nachfolgeorganisation zwei Laternenmasten mit Plakaten „verziert“, deren Widersprüchlichkeit sich wohl nur den bekanntermaßen hochgebildeten und intelligenten Parteigängern der Linken nicht sofort erschließt:

    Plakat 1 fordert Reichtum für alle, eine Forderung, die ich sofort unterstütze.

    Plakat 2 fordert die Besteuerung von Reichtum, eine Forderung, die ich nicht unterstütze.

    Reichtum für alle – und den dann besteuern. Ein prima Konzept zur Sanierung der Staatsfinanzen!

    Zugegeben – da kommt nicht jeder drauf!

    War es nicht Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen wollte?

    Der auf Plakat 1abgebildete Gregor Gysi hat seine Liebe zur Wahrheit, vor allem bei der Aufarbeitung seiner eigenen Vergangenheit innerhalb des DDR Regimes, schon genügend zur Schau gestellt.

    Eine Nähe zu Münchhausen kann man ihm deshalb wohl durchaus unterstellen.

    Auf eines würde ich allerdings fast meinen Hintern verwetten, nämlich, dass Gysi einer der letzten von denen sein dürfte, die sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen können.

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    Gutes Leben

    Von Hubert Döring | 3.August 2009

    Zum Nachdenken darüber, wer in Deutschland heute Einfluss hat…:

    Gutes Leben!

    Wollen wir das nicht alle?

    Die IG Metall hilft dabei!

    Viel Mühe hat sich der Verein gemacht, 450.000 Menschen befragt, um festzustellen:

    89% von ihnen fordern einen sicheren Arbeitsplatz.

    84% fordern Arbeit die nicht krank macht.

    83% fordern, gut vom Einkommen leben zu können.

    Publiziert wurden die Ergebnisse, da habe ich sie jedenfalls her, in Deutschlands Intellektuellenblatt mit den vier Buchstaben als Titel.

    Jede Antwort hat auch einen Umkehrschluss: fordern wirklich 17% der Menschen von ihrem Einkommen schlecht leben zu können?

    Fordern 16% der Menschen eine Arbeit die krank macht?

    Es ist ja zwingend so, dass Gewerkschaften ihre Mitglieder dumm und arm halten müssen.

    Gebildet und für den Arbeitsmarkt attraktiv, womöglich noch vermögend, wären die Leute ja keine Gewerkschaftsmitglieder mehr. Volksverdummung hilft gegen Mitgliederschwund, ist also für die Gewerkschaften eine Überlebensstrategie.

    Ist diese Anzeige Teil einer Verdummungsstrategie – oder ist die Gewerkschaft selbst schon Opfer ihrer Kampagnen geworden?

    Für was darf und kann man Forderungen erheben? Was kann man sich höchstens wünschen?

    Mehr geballte Kompetenz unter gutes-leben.de

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    Unter Linken

    Von Hubert Döring | 27.Juli 2009

    Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass ich noch aus der Generation stamme, die lesen kann und ich zu den Menschen gehöre, die es auch macht. Kürzlich hatte ich Geburtstag und so blieben Buchgeschenke nicht aus: von Hirschhausen, Motorsport, Wirtschaftswunder – Bücher zu allen Themen waren auf meinem Gabentisch vorhanden, für die man bei mir ein Interesse vermuten kann.

    Ein Titel fiel mir ins Auge, der im ersten Moment so gar nicht zu mir zu passen schien: „Unter Linken“ von Jan Fleischhauer (Rowohlt Verlag).

    Es gibt zwar den Spruch. „Wenn Du vor 30 nicht links warst hast Du kein Herz – wenn Du mit 30 noch links bist hast Du keinen Verstand“, aber unter Menschen die sich „Linke“ nennen habe ich mich wirklich nie bewegt. Zu seltsam erschien mir immer der Umstand, dass bei Linken nie der Vorgang der Wertschöpfung mittels Arbeit zur Verbesserung des Lebensstandards im Mittelpunkt ihrer Ideologie stand, sondern die Annahme, dass immer etwas zum (um-)verteilen da ist. So sah ich mich zunächst als falscher Adressat für den Titel.

    Der Umschlagtext „Eine Erkundung der linken Lebenswelten – persönlich, boshaft und sehr unterhaltsam.“, machte mich aber doch neugierig.

    Ich fing an zu blättern, zu lesen – und konnte nicht mehr aufhören!

    Auf den Deutschtümler Seiten möchte ich die Dinge sammeln, die Deutschland ausmachen. Den herrschenden Zeitgeist zu beleuchten, gehört auch zu der Beschreibung eines Landes. Mein neuer Lesestoff entpuppte sich als ein tiefer, humoriger Einblick in das Wesen der Deutschen, wie es sich in den letzten Jahrzehnten bei weiten Teilen der Bevölkerung entwickelt hat.

    Erst wird in dem Buch das Umfeld beschrieben aus dem der Autor, Jahrgang 1962, stammt. Zunächst seine linke Mutter, die bei jedem Einkauf im Supermarkt nicht nur Frische und Geschmack der angebotenen Waren prüft, sondern auch deren moralische Qualität.

    Apfelsinen gab es für den kleinen Jan keine: spanische nicht wegen Franco, israelische nicht wegen des Umgangs mit den Palästinensern und südafrikanische nicht wegen der Apartheid.

    „Natürlich kaufte meine Mutter aus Prinzip nie Pepsi (USA/ Großindustrie/republikanisch) – und Coca-Cola (USA Großindustrie/demokratisch) auch nur an Kindergeburtstagen und wenn wir mit Erbrechen im Bett lagen. Als in den Zeitungen stand, dass in Afrika Kinder am Milchpulver von Nestle starben, war sofort das Nesquik vom Frühstückstisch verschwunden. Nachdem mich ein Freund darauf aufmerksam gemacht hatte, dass auch Smarties von Nestle waren, betete ich inständig, meine Mutter möge das nie herausfinden.“

    Der Tonfall des Buches ist immer witzig, leicht spöttisch, die Eltern werden nicht verurteilt, sondern mit milder Nachsicht behandelt. Na ja… .

    Seinen Vater, der mit politischen Aussagen eher zurückhaltend wäre, die Mutter aber immer unterstütz, setzt Fleischhauer sogar dem Verdacht aus, heimlich einmal CDU gewählt zu haben.

    Der Autor beschreibt sich, so auch der Untertitel des Buches, als Einen „der aus Versehen konservativ wurde“. Dabei unterschlägt er nicht die Aussage einer Mitschülerin, die anlässlich eines Klassentreffens sagte: „Jan, du warst doch nie richtig links, das war doch bei dir immer nur Pose“.

    Fleischhauer bedient sich sehr plastischer Bilder. Ein Beispiel: müsste nicht Bill Gates Held aller Linken sein? Gates, der Milliarden spendet für den Kampf gegen Aids und Malaria, oder für Bildungsprojekte? Zum Held der Linken wird aber Ernesto „Che“ Guevara, ein Unternehmersohn aus Argentinien, „dessen Beitrag zur Armutsbekämpfung wilde Reden, eine romantische Motorradfahrt durch Patagonien und ein gescheiterter Umsturzversuch im bolivianischen Urwald sind, bei dem er zum Zeitvertreib gerne am frühen Nachmittag ein paar Exekutionen und hin und wieder auch eine Scheinhinrichtung vornehmen ließ“.

    Er beschreibt die Erfindung des Opfers: Opfer von Mobbing, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung, Stalking…. …. „und natürlich, ganz allgemein, das Opfer der Verhältnisse“. Während im Tierreich eine Selbsterniedrigung eine Unterwerfungsgeste ist, ist der linke Mensch das einzige Lebewesen, welches aus einer Opferrolle einen Gewinn zu schlagen versucht!

    Oder der alltägliche Wahnsinn: eine Studie des Bundesumweltministeriums zum Thema „Gender Greenstreaming“ wird erwähnt, die unter anderem feststellte, dass es geschlechterpolitisch sinnvoll wäre, wenn es „Motorsägenkurse für Frauen“ gäbe!

    Der Autor zeigt die Wahrheiten auf, denen sich die Linke verweigert. Nur im Kapitel „Türken und andere Juden“ schwächelt das Werk etwas in seiner Sachlichkeit. Hier übersieht Fleischhauer selbst grundlegende Fakten. Aber geschenkt: Fleischhauer verkauft Unterhaltung - und keine neue Weltanschauung.

    Sehr dünn war das Kapitel „Die Linke und der Humor“. Aber woher sollte der Stoff für mehr Text zu dem Thema auch kommen?

    Der Autor selbst hat Humor. Aus was resultiert Lachen? Aus dem Erkennen von Doppeldeutigkeiten, oder daraus, bekannte Dinge in einen anderen, neuen, Sinnzusammenhang zu stellen. Es darf auch eine Prise Polemik dabei sein. Manchmal reicht ein schöner Satz zum Schenkelklopfen, wenn der Autor wortspielerisch einen Wiedererkennungswert aus dem Leser kitzelt: „genau so isses!“

    Über Linke kann man lachen, besser als mit ihnen. Sie selbst werden die humorige Komponente ihres Handelns nicht erkennen. Für sie ist ihr Tun und Treiben immer voller Ernsthaftigkeit.

    Das Buch hat für manch Einen sicher auch eine therapeutische Wirkung. Es gibt zwar auch den Galgenhumor, in der Regel ist es aber so: wenn man über Dinge lacht, ärgert man sich nicht über sie.

    Lesen! Unbedingt!

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    Nur Formalitäten?

    Von Hubert Döring | 10.Juli 2009

    Sunil Gulati, der Präsident des US-amerikanischen Fußballverbandes hat erklärt, dass die Formalitäten für einen Wechsel des Schalker Mittelfeldspielers Jermaine Jones, von der deutschen in die amerikanische Nationalmannschaft, auf den Weg gebracht wurden.

    Das meldet die Rheinische Post am 4.Juli.

    In der deutschen Nationalmannschaft sah Jones keine Perspektive mehr für sich.

    Er hatte kürzlich sinngemäß erklärt: außer zwei Spitzenspielern die den Mund auch mal aufmachen dürften, suche Bundestrainer Löw nur pflegeleichte Mitläufer für seine Mannschaft. Da hätte der unbequeme Jones keine Chance auf einen Stammplatz.

    Ob es Jones bewusst ist, dass er sich mit dieser Aussage auch sportlich ins Abseits gestellt hat? Was er an Löw bemängelt heißt im Umkehrschluss: bei einer erbrachten Spitzenleistung darf man als Spieler auch mal meckern.

    Jones traut es sich also nicht zu, eine Leistung erbringen zu können, die ihm ein Meckerrecht einräumt. Er sieht sich selbst als zweitklassig an.

    So wenig ihm die sportliche Komponente seines Seitenwechsels bewusst zu sein scheint, so wenig juckt ihn wohl die moralische.

    Was ist der Zweck einer Nationalmannschaft? Wen oder was will Jones repräsentieren?

    Welchem Land, welchen Fußballvereinen und –verbänden hat er seinen Aufstieg aus einfachsten Verhältnissen zum Sportmillionär zu verdanken?

    Was verbindet ihn mit Amerika? Kann er stolz sein auf seine Herkunft?

    Müsste er nicht eher von Respekt und Hochachtung für das Land erfüllt sein, das ihm seinen Werdegang ermöglichte?

    Interessant auch die Bewertung des Falles Jones durch den neuen Schalker Trainer Felix Magath, wie Jones ein „Besatzerkind“. Er führte gegen den Mannschaftswechsel keine moralischen Gründe an, sondern mahnte nur vor zusätzlichen Strapazen durch erhöhte Reisetätigkeit.

    PS: was Fußballprofis mit dem Land verbindet welches sie repräsentieren, zeigten die deutschen U21 Junioren auf der Feier nach ihrem Sieg im Europameisterschaftsendspiel. Sie forderten ihre Prämie ein und riefen im Chor: „Theo (Zwanziger) rück die Kohle raus!“

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    Humor!

    Von Hubert Döring | 10.Juli 2009

    Schöne Sprache, netter Humor:

    Gefunden in der WZ vom 4.7.09

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